Birma in virtual media VI

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I 7 jährige Burmesin hat Vogelgrippe

Wie AFP meldet ist ein siebenjähriges Mädchen aus Ost-Birma mit dem Vogelgrippe-Virus befallen.

Sie sei “in einem Krankenhaus in Rangun behandelt und danach entlassen worden, sagte ein Mitarbeiter der birmanischen Gesundheitsbehörden. Es handele sich um die erste Vogelgrippe-Infektion in Birma bei einem Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte dies. Unterdessen verstarb auch in Pakistan erstmals ein Mensch den den Folgen der Vogelgrippe.

Der Fall in Birma sei bei einer Routineüberprüfung nach einem Ausbruch der Vogelgrippe in einer Geflügelzucht in der Umgebung Mitte November festgestellt worden, teilte die WHO mit. Mitarbeiter der birmanischen Gesundheitsbehörden prüften nun den Ansteckungsweg.”

II Housing rights award 2007 an Birma

Das Recht auf eine eigene, adaequate Wohnung gehört zu den Menschenrechten, s. Menschenrechtskomission der UN. Nach Schätzungen der UNO jedoch leben mehr als 3/4 Menschen der gesamten Weltbevölkerung in nicht zumutbaren Wohnsituationen. Kennzeichen dafür sind mannigfaltig: von dem nicht vorhandenen Anschluss an sauberes Trinkwasser, über die nicht garantierte des Kündigungsschutzes einerseits- von mutwiligen Räumungen bishin zu staatlichen Enteignungsprozessen der Grundstücke andererseits.

Weiterhin, so schätzt die UNO, leben weltweit 100 Millionen Menschen gänzlich ohne ein Dach über dem Kopf. Geschichte wiederholt sich, so auch die “Völkerwanderung”. Millionen vertriebene, oft auch verfolgte Menschen auf der Flucht/auf der Suche nach einer Bleibe, angetrieben durch den Willen zu überleben.

Seit 2004 verleiht die Hilfsorganisation COHRE den “Housing rights violater award”. Mit diesem Preis werden Staaten “ausgezeichnet”, die das menschliche Recht auf Wohnraum nicht nur verletzen, sondern schlimmer: bewußt mit Füßen treten. Die diesjährigen “Preisträger” sind China, Birma und die Slowakei. Der Standard berichtet:

– In China erhält den Preis nicht nur die staatliche Führung, sondern auch das olympische Komittee: 1,2 Millionen Menschen wurden dort enteignet, schließlich will das Land “fit” für die olympischen Sommerspiele 2008 werden, und so wird Wohnraum geopfert, um die Neuansiedlung von Firmen zum sportlichen Feste zu ermöglichen.

– In Birma so COHRE wurden seit 1962 mehr als 1 Millionen Menschen enteignet,betroffen ist vor allem die Bevölkerungsgruppe der Karen sowie darunter viele Bauern. Das derart “freigewordene” Land wird verwendet , um die Lebensmittelbedürfnisse der Militärs sicherzustellen.

– Die Slowakei erhält die den Preis, da “mitten in Europa” katastrophale Wohnsituationen für Roma und Sinti herrschen. Vereinzelt werden Roma noch immer aus Gemeinden vertrieben.

— Wie derzeit die Militärjunta Birma´s vorgeht, ein ganzes Dorf der Karen anzugreifen und zu zerstören zeigt Burma Berichterstattung in einer Vor-Ort-Reportage. —

III Menschenrechtsrat der UN

In dieser Woche stellte der Menschenrechtsrat der UN(UNHCR- Presseerklärung, Bericht) das vorläufige Ergebnis des Umsiedlungsprogramms burmesischer Flüchtlinge in Dritt-Länder vor.- wird fortgesetzt-

IV Irrawaddy

Drei Verweise auf das Webangebot der burmesichen Zeitung “The Irrwaddy”, die aus dem Exil in Thailand berichtet:

-Eine detaillierte Chronologie der Ereignisse in Birma zwischen dem 23.August bis zum 02.Oktober findet man bei Irrawaddy, ebenso ein Video-Archiv zu den September- Demonstrationen und den “Than Shwe-Watch“: dem obersten Militär auf den Mund geschaut und über die Schulter geschaut

V USA

Das Repräsentantenhaus, so der Finanztreff am 12.12., verhängt erneut Sanktionen gegen Birma, die Einfuhr von Diamanten wird gestoppt.

“Die Unterdrückung der Demokratiebewegung werde mit dem Export der Edelsteine finanziert, begründete Abgeordnete Tom Lantos die Entscheidung. Das Gesetz verbietet die Einfuhr von Rubinen und Jade in die USA. Der Senat muss noch zustimmen.
George W. Bush sagte, er sei “zutiefst beunruhigt” über den jüngsten Bericht des Uno- Menschenrechtsbeauftragten Paul Sergio Pinheiro zur Lage in dem Land. Der Bericht schildere “alarmierende Einzelheiten” über das Vorgehen des Regimes gegen Demonstranten im vergangenen Herbst und über “ernste Repressalien”, die bis heute andauerten. “–

VI Hilfsprojekt der besonderen Art

Der schweizer Pharmakonzern Roche aus Basel bietet seinen Mitarbeitern die Teilnahme an einem humanitären Einsatz im Ausland an. Vollzeit-Mitarbeiter, die seit mindestens fünf Jahren im Unternehmen beschäftigt sind, können ihre Fähigkeiten und ihre Know- How in Dritte-Welt-Ländern für 3-18 Monate anwenden, berichtet das Webjournal. er Webjournalist.

Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika sowie von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein und ist ferner auf weiteren wichtigen therapeutischen Gebieten aktiv, darunter Autoimmun-, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems.

Die Projekte werden von den Mitarbeitern vorgeschlagen.

“Roche sucht kontinuierlich nach Wegen, um das Know-how des Unternehmens und seiner Mitarbeitern so einzusetzen, dass etwas zum Positiven verändert wird.”

Eine Idee, die Schule machen könnte

VII Neues vom Spocht

Unerwartet schlug die Fußball-Mannschaft Myanmars Vietnam am vergangenen Dienstag abend nach Elfmeter-Schießen mit 3:1, meldet sportnet.at. Der aus Österreich stammende Nationaltrainer der Vietnamesen, Alfred Riedl, wurde daraufhin entlassen.

VIII Kulturelle Brückenbauer- die USA

Wie sang es einst Phil Collins “O Superman where are you now?”

Ab Februar 2008 in den Kinos, so geplant, und vor der Sanktionierung noch schnell die Filmverträge unter Dach und Fach gebracht….: Rambo 4 in Birma. (s. dazu News HQ)

Da lassen dann doch endlich die Alpträume nach Monsieur Bush, oder? Guckst Du zynisch passendes Musikvideo aus den 80 ´ern.. Geschichte wiederholt sich..-sogar das Selbstverständnis der Amerikaner als Weltpolice.

IX In eigener Sache:

Den Wochenrückblick mit ausführlichen Infos hat Inadaequat, den Verweis auf den eigenen Feed beschreibt Blogger for freedom auf deutsch und englisch, Bloguer ou ne pas bloguer auf französisch. Daburna indes geht der Frage nach, warum die Junta die Proteste der Mönche als trivial ansieht. Und Khaipi fragt, ob die Nachricht der Freilassung von Gefangenen wirklich eine gute Nachricht ist. Seinen Wochenrückblickaus österreichischen Presse-Sicht beschließt adaequat auch mit einer vermeindlich “guten”, eher unguten Nachricht: Nordkorea und Myanmar haben sich diplomatisch genähert, nach 25 Jahren….b4bmainupdate.jpg

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6 Responses to “Birma in virtual media VI”

  1. Bloguer ou ne pas bloguer ? Says:

    Revue avec invités

    Blog4Burma : Birma in virtual media VI ; une revue internationale sur des articles récents. Amnesty International France a un moteur de recherche interne et voici ce que donne, sur son site, la recherche “myanmar“. Cette information est …

  2. NEWS HQ Says:

    Blog4Burma: Die Junta bleibt “Bloodproofed”

    Ich leihe mir mal die Aussage meiner geschätzten B4B-Kollegin Christiane von in|ad|ae|qu|at, Burma sei auch zwei Monate nach der “Free Burma”-Aktion “waterproof” geblieben, weil “gegenüber jedweden Appellen, Dema…

  3. czz Says:

    Bravo Abschnitt VII. !

  4. Lanter Jonas Says:

    Macht weiter so. Klärt auf über Burma und deren unwürdiges Regime. Kinder werden über Minenfelder ‘gejagt’. Weigern sie sich, werden sie umgebracht. Machen sie mit, sterben sie früher oder später auch. Es bleibt nur eine mögliche Flucht. Wenn dann überhaupt in Grenznähe. Gruss jonas

  5. Lanter Jonas Says:

    http://Birmaberichterstattung.blogspot.com
    Auch Live-Berichte aus Burma dieses Winters (Nov. / Dez. ’07). Gruss Birmaberichterstattung

  6. Birmaberichterstattung.blogspot.com Says:

    Man sollte eine Gruppe ausbilden und gegen die Junta ankämpfen. Die Ethnien sollen sich untereinander verständigen. DOWN WITH THAN SHWE

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