Gambari´s vierter Versuch I- failed

I Pläne

Ibrahim Gambari hatte sich bei seinem vierten Besuch in Burma wieder einmal viel vorgenommen.           Focus online meldete am 15.8.:

“Der UN-Sonderbeauftragte Ibrahim Gambari will sich der kommenden Woche in Birma erneut um eine schrittweise Demokratisierung des Landes bemühen. Der Spitzendiplomat soll am Montag( der 18.08., Anmerkung des Verfassers) in Rangun eintreffen. Es ist Gambaris vierter Besuch seit der blutigen Niederschlagung friedlicher Proteste durch das Militärregime im vergangenen September. Die Vereinten Nationen fordern demokratische Reformen und die Freilassung aller politischen Gefangenen einschließlich Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi.”

Die Erwartungen waren  hoch, die internationale Gemeinschaft setzte Hoffnungen auf die  Überzeugungsarbeit des 63-jährigen.

“The international community hoped that he would succeed in persuading the military to open a genuine political dialogue with Aung San Suu Kyi and ethnic groups to create a national reconciliation process that could lead to a genuine democracy.”(Asian tribune)

Und eigentlich hatte er sich gefreut, wieder in Myanmar zu sein, nachdem der ursprüngliche Besuchstermin im Mai aufgrund einer Naturkatastrophe namens “Nargis” abgesagt werden musste.  Und auch die Oppositionspartei hatte sich gefreut, er werde es diesmal schaffen, zwischen der Junta und der Oppositionspartei zu vermitteln, so die Hoffnung. Bei seinem letzten Besuch im März  war dies nicht geglückt.  Hoffnungen Gambari´s werden in einem Artikel der BBC wiedergegeben, der auch die Stimmung des Landes vor dem Besuch zusammenfasst:

“Mr Gambari, who aims to promote democratic reform in Burma, is likely to be hoping for a more successful visit than his last one in March, which he described as disappointing.”()Ebenso die Oppositiions      “Hellooo, its showtime again”- via  Irrawaddy

III Der Besuch

Er kam, sah- und blieb eine Woche- dann reiste er wieder ab. Die gesteckten Ziele erreichte er nicht. Es gab wohl Diskussionen über die “Roadmap 2010” und die Möglichkeiten von Neuwahlen in zwei Jahren.(Burma Berichterstattung) Frei und gerecht sollen sie werden, versprach er Mitgliedern der NLD.

Nyan Win, Sprecher der NLD jedoch bewertete das Treffen kurz und knapp                                                           “as a waste of time”- auf beiden Seiten.

We have made very clear to the UN envoy that the mission should not discuss the upcoming 2010 elections, as the NLD does not recognise the military-backed constitution..The UN envoy was wasting his time on matters that he was not supposed to deal with.(BBC)

Zudem zeigte im die Junta erneut wie ihre Demokratieverständnis aussehe (Yahoo Canada)- und Gambari liess sich lenken, und musste es akzeptieren, dass ihn der Staatschef Than Shwe nicht zu einem Treffen in die  neue Hauptstadt des Landes Nay Pyi Taw einlud.

Der burmesische Exil Journalist Zin Linn schreibt in der Asian Tribune detaillierter, was Herr Gambari stattdessen zu tun hatte:                                                                                                                                 “Instead, Gambari met with the leaders of the ruling junta which has identifies itself as the Union Solidarity and Development Association (USDA). It is a gang similar to Hitler’s ‘Brown Shirts’, which carried out an assassination attempt on Nobel laureate Suu Kyi on May 30, 2003. Scores of her supporters were slaughtered during that pre-meditated attack.” (über die USDA siehe auch Burma Campaign UK)

Auch das Vorhaben, vermittelnd in die am Boden liegende  Kommunikation zwischen der militärischen Regierungspartei und der Oppiositionspartei einzugreifen, schlug fehl.

Und  Aang San Suu Kyi, sagte ein Treffen ab, das von der Junta organisiert war-  liess die Junta ausrichten.

“It is very clear. Aung San Suu Kyi has made it incredibly clear by refusing to meet with Mr. Gambari that she has lost confidence in this process and she refuses to engage in this process,” said  “It is a dramatic step.” zitiert Voice of America Debbie Stothardt, den Sprecher der alternativen ASEAN.

III “Leaving empty handed”

CNN berichtet über das Ende der erneut fehlgeschlagenen Dienstreise visuell wie folgt

War es die letzte Fahrt Gambari´s nach Burma?                                                                                                   Ist er der richtige Mann für einen derart delikaten Job in Rangun?

Larry Jagan gibt ihm keine Chanche mehr. Er habe ausgespielt, “and no more cards to play.”(Asia Times)

Und weiter verknüpft er das Versagen Gambaris mit  Zweifel an der UN:                                               “Gambari’s failure raises doubts about the UN’s future role in Myanmar’s political impasse and perhaps other conflict resolution efforts around the world. In an exclusive interview with Asia Times Online earlier this year Gambari said: “It is our job, and a continuing challenge at the UN to make the impossible possible, and will continue my efforts at mediation regardless.

Der Exil-Burmese  Zin Linn sieht es ähnlich: Hat Gambari eine Chanche in Burma? “Pro-changer’s reply is a resounding no. “No he’s disqualified.”

Er beschliesst seinen Artikel( Asian Tribune )indes in  Gedenken an seine Landsleute, und fragt nüchtern:

“Is it too much for the democratic forces in Burma to expect that the United Nations will quickly come to grips with the Yangon crisis in a more direct manner?

-to be continued-

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3 Responses to “Gambari´s vierter Versuch I- failed”

  1. Bloguer ou ne pas bloguer » Stand by Me Says:

    […] : Gambari´s vierter Versuch I- failed. Birmanie, Nous avons trahi Aung San Suu Kyi et le peuple Birman. On Facebook : Olivier is tired […]

  2. Blog 4 Burma : 1988 | 2008 : Chronik eines weiter scheiternden “Uprise” at in|ad|ae|qu|at Says:

    […] beobachtet den mittlerweile vierten Besuch der Sonderemissärs : vollmunding angereist – “Leaving empty handed” . In einem zweiten Essay zum Thema werden die Hintergründe ausgeleuchtet , vom Timing über die […]

  3. Lanter Jonas M. Says:

    Ich hoffe immer noch, dass sich die Zeiten in Burma zum Guten wenden.

    Sobald die Junta weggefegt ist, müssen sich die 135 verschiedenen Ethnien-Volksgemeinschaften einigen. Leider ist es heute so, dass sie sich untereinander heftigst bekämpfen.
    Auch die Karens haben sich nach der Ermordung vom Generalsekretär Pado Man Sha und dem Tode des Chairmans aller Ethnien, Saw Ba Thin Sein (nebst Chairman der ‘KNU’ (Karen National Union) auch Präsident des ‘Ethnic National Councils’ – ‘ENC’.
    Die Karens im Kayah- oder Karen-State und die Karennis im Karenni-State sind verbrüdert. Karenni heisst “Rote Karens” und sind auch meist bapptistischen Glaubens.

    Jonas Lanter, Journalist IFJ Südostasien http://Birmaberichterstattung.blogspot.com

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