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Man- and- nature- made- catastrohy

March 26, 2009

b4blittle

-english excerpt: The swiss assurance "Swiss RE" issued a statistic
about "Castastrophes of 2008". Cyclone Nargis causes the most death
victims, "noone has an assuarance"-Report

I Swiss Re

Die schweizer Rückversicherung “Swiss Re” zog Bilanz  und veröffentlichte einen Bericht der  “Natur und Man-made Katastrophen” im Jahr 2008   (download deutsch)

Das  48 Seiten starke Werk, führt, nach einer allgemeinen Einführung in das Thema und einer Beschreibung der Folgen für Versicherer die Katastrophen des vergangenen Jahres auf 21 Seiten  noch einmal statistisch akriebisch genau vor Augen.

311 Katastrophen gab es die in Sektionen aufgeteilt den Leser an  Bilder und Töne der Medien, die darüber berichteten, erinnern. Nüchterne Zahlen und Statistiken in der Form zusammengestellt gibt es im Nachgang… bei einer Versicherungsagentur?

erstaunlich?erstaunlich! erstaunlich.

II  Zahlen kompakt:

– 311 Katastrophen  des Jahres 2008 , davon 137 Naturkatastrophen wie Zyklone, Überschwemmungen, Erdbeben, Dürre etc. und 174 “man -made” Katastrophen:

“Die von Menschen verursachten Schäden forderten 5600 Todesopfer. Die meisten starben bei Schifffahrts- und Bootsunfällen sowie bei Bombenattentaten und sozialen Unruhen. Bei den dadurch entstandenen versicherten Schäden in Höhe von 7,8 Milliarden Dollar fielen Industriegroßbrände, Explosionen und Schäden im Energiesektor am stärksten ins Gewicht”(Welt)

– 248 500 Todesopfer weltweit, davon 228000 Menschen im asiatischen Raum, davon 138 000 während des Zyklon Nargis

-wirtschaftlicher Schaden gesamt: 269 Mrd. US Dollar,davon enttanden Schäden in Höhe von 44,7 Mrd. durch Naturkatastrohen

Die Kosten für die Sachversicherer, sofern vorhanden,  beliefen sich auf 52,5 Mrd USD

II Nargis

die Fakten zu “Nargis”, dem schwersten Unglück in der Geschichte Burmas:

-84 500 Tote, 53 800 Vermisste, 1,5 Millionen Obdachlose.

– das zweit schwerste Beben der Region seit der Flutkatastrophe 1970 in Bangladesh

–  mit der Summe von exakt 138 373 Todesopfern liegt Zyklon Nargis auf “Platz 1 der todesreichsten Katastrophen des Jahres.

III Versicherungsfall Burma?

Und dennoch: ein “Versicherungsschaden” sei nicht entstanden, entgegen etwa dem chinesischen Erdbeben. Hier wird der Versicherungsschaden auf 366 Mio. US Dollar berechnet. Die Erklärung liest sich mit “westlichen” Augen leicht: Versicherungen gibt es in Burma, sowie in anderen asiatischen Ländern, nicht.

Die Folge, so die Swiss Re:

Privatpersonen und Unternehmen müssen die Schäden selber zahlen– wenn sie denn können.

nargis


Haft und Menschenrecht in Burma

September 10, 2008

Seit Anfang September wurden zwei Berichte veröffentlicht, die sich mit den Themen pooiltische Gefangene und mit den Menschenrechten in Burma beschäftigen. Überraschend Neues gibt es nicht- in beiden Fällen ist duie Situation “wie gehabt”. Birma News United fasst sie zusammen, und berichtet über zudem über neuere Entwicklungen im Fall der häftlinge Zarganar und Nasy Phone Latt. 

I 2.September: politische Häftlinge?

Am 2.September meldete sich die Assistance Association for political prisoners”(AAPP) zu Wort, und veröffentlicht eine Erklärung zur aktuellen Situation politischer Häftlinge. 

Ihr Sprecher Tate Naing erinnert an ein Versprechen der regierenden Partei SPDC aus dem Jahr 2007:            “At the end of 2007 when Gambari came [to Burma], the SPDC said that those who were arrested in August-September had been released and promised that that there would be no further arrests..” (DVB)    Doch es hat sich nichts geändert. Die AAPP zeigt in ihrer Pressemitteilung, dass sich nichts geändert hat. Die Junta verurteilt weiter, bereits Inhafterte werden keinstenfalls freigelassen. Allein im August     “at least 39 activists in August 2008, and 21 activists were imprisoned.”                                                  Im ersten Halbjahr 2008 beläuft sich die Zahl der Inhaftierten bereits auf 286 Menschen.                         Diese sind großteils  Mitglieder der National League for Democracy (NLD) oder Mitglieder studentischer Organisationen wie der HRDP, oder ganz einfach “nur” Menschenrechtsaktivisten. Die Verhaftungen seien nicht nur wegen aktuell begangener Straftaten sondern auch wegen Aktivitäten aus dem August bzw. September 2007 erfolgt. Viele von ihnen seien verhaftet, direkt verurteilt  und in direkt Arbeitslager geschickt worden.

Dass der Diktator Than Shwe das oben beschriebene Versprechen nur aus diplomatischjem Geschick heraus versprach, war AAPP-Verantwortlichen klar. Enttäuscht sieht  Ko Tate Naing die vergangene  UN-Missionen gescheitert. Wieder einmal. Trotz des Aufrufs der UN und des Besuchs eines hohen Kommisars im Land. Tate Naing zieht den Schluß:

“the regime continues to arrest and imprison democracy activists with impunity. This means that the regime is not cooperating with the United Nations or the International Community. Due to these facts we need to reconsider the process of UN involvement in Burma.”

Abschliessend fragt er, 

“Wie lange Zeit die UN und ihre Mitgliederstaaten noch brauchen werden,

“to understand that the rule of law does not exist in Burma and that the people they recognize, refer to and negotiate with as the government of Burma are nothing more than an illegal and brutal dictatorship?”

In zwei Anhängen  gibt die Organisation am Ende der Veröffentlichung die Name der Gefangenen mit Adresse, Begründung der Verhaftung, Strafmaß und Gesundheitszustand bekannt, und macht so auf erneute Menschenrechtsverletzungen greifbar

-eine Online Petion der AAPP “Free Burma Prisoners” findet man hier

 

 

II Schauprozesse im August: Nay Phone Latt und  Zarganar 

In Ergänzung zu der Veröffentlichung der AAPP sei berichtet, dass im Schatten Olympia´s und vor der Ankunft Ibrahim Gambari´s in Schauprozessen drei bekannt gewordene Regimekritiker und Menschenrechtaktivisten verurteilt wurden..

a) Nay Phone Latt 

Eine erneute Verurteilung widerfuhr dem burmesischen Internet-Aktivist und Betreiber mehrerer Internetcafés Nay Phone Latt am 12.08. Dies berichtete am 13.08. Reporter ohne Grenzen :  

Nay Phone Latt wurde am 29.01. verhaftet und in das Insein-Gefängnis gebracht, wo er seitdem gefangen gehalten wird. Er besass damals ein auf der schwarzen Liste des Militärs stehendes Video- verboten, unsd so lautete die erste Anklage 

Nay Phone Latt was initially charged under article 32 (b) of the Video Act, which carries a maximum sentence of six months in prison.” 

Am 07.Juli wegen Diffamierung des Staates  nach Artikel 505 (b)  auf unbestimmte Zeit verhaftet, fand man zu dem neuen Termin im August neue Beweise gegen ihn:

“The police said they found articles showing disrespect for the government in his email inbox. He was  charged under sections 33 (a) and 38 of the Electronic Act”

Wie hoch das Strafmaß ist ist unbekannt. Auf seinem in burmesischer Sprache gehaltenen  Blog , der bis zum 22.01. geführt wurde findet man einzelne Passagen in englisch. Etwa diese, vom 10.1.:

r ေပးမယ့္လူကို ေစာင့္ေနဆဲပါ။ ဘာပဲျဖစ္ျဖစ္ We Blog … We Unite ဆိုသလို ဆံုၾကရေအာင္ပါ။ အခက္အခဲနဲ႔ သိခ်င္တာေလးေတြ ရိွရင္ ဒီဖံုးနံပတ္နဲ႔ 

und dann folgt, in roter Schrift:

–Access has been denied–

über Nay Phone Latt: inadaequat vom 02.02. und  03.02., 

 

b) Zaganar (s.a. BNU vom 07.08.)

Zwei Tage später, am 15.August wurde der  Comedian Zarganar verurteilt.

Dass der “Charlie Chaplin Burma´s” einen Schauprozess erhalten würde, mutmassten Beobachter schon seit seiner Verhaftung im Juni. Sie sprachen sogar von einer geplanten Vergeltungsmaßnahme der Junta ihm gegenüber. Denn von der erneuten  Verhaftung bis zur Verurteilung ließen die Militärs ihn ihre Macht spüren. Mehrfach wurde ein Anhörungstermin festgesetzt, der jedoch kurz vor der Durchführung platzte.(Mizzima News vom 07.08)

Dem seit 1988 fünf Mal verurteilten Maung Thura aka Zarganar wurden sieben Anklagepunkte zur Last gelegt.  Ifex berichtet am 18.08. :

He was charged  “with violation of Section 505(b) and Section 295 of the Criminal Code Damaging or Defiling a Place of Worship with Intent to Insult the Religion), Section 17(2) of the Unlawful Associations Act, Sections 32(b)/36 of the Video Act and Sections 33(a)/38 of the Electronics Act.”

Zudem seien Photos von ihm auf Exil-burmesischen Webseiten erschienen, wie etwa Mizzima News und Irrawaddy. Dies beweise zarganar´s Unzufriedenheit gegenüber der Militärregierung.                               “They also submitted the transcript of a radio interview given by Zarganar to BBC and VOA,” Aung Thein said.”

Zargananar erhielt eine Gefängnisstrafe, die aufgrund der Verurteilung nach Art.33(a)/38 und 505(b) zwischen 7 und 17 Jahren variieren kann.

                                                                                                                                         

III 08.09.: Menschenrechte?

Was für die politischen Häftlinge gilt, gilt auch für die Menschenrechte- keine Veränderungen.Ein Beweis mehr liefert die Human Rights Documentation Unit (HRDU), des National Coalition Government of the Union of Burma Am 08.09. veröffentlichten sie   das  Human Rights Year Book 2007. Mit 964 Seiten und 380.000 Wörtern ist es

” not only the largest and most comprehensive report ever published by the HRDU, but is also quite likely the single largest report ever produced on the human rights situation in Burma.”(NCGUB)

Die Documentation Unit trug in demHandbuch tausende Nachrichtenartikel, UN-Stellungnahmen und Berichte aus dem Jahr 2007 zusammen und                                                                                    “ documents the continuing and systematic perpetration of human rights violations in Burma as they occurred across the country throughout 2007.” 

Die Bilanz im vierzehnten Erscheinungsjahr ist wie erwartet ernüchternd. Das Jahr 2007 in Burma  war geprägt durch Menschenrechtverstöße jeder Art: Erpressungen, Mißhandlungen, willkürliches Handeln und Verhaftungen, Zwangsumsiedelungen, Presse- und Internetzensur u.v.m.                                      Dr. Sann Aung, Präsident der HRDU kommentiert:

“Whether we look at it in terms of the time elapsed since the Saffron Revolution last year or over a longer timeframe since the uprisings in 1988, the result is the same…..While it is difficult to say conclusively that the human rights situation in Burma is getting worse, we can say that it certainly isn’t showing much improvement.”

Das aktuelle Human Rights Year Book 2007 ist, ebenso wie die älteren Ausgaben  auf der Homepage des NCGUB  downloadbar.

IV B4B-Blog 4 Burma

Das Netzwerk B4B schreibt aus  fünf Nationen über die Entwicklungen in Burma. Am aktuellsten ist man über den abbonierbaren Feed informiert.


Rehabilitated Italian Stallion in Burma

February 26, 2008

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-Liebe Leser, der subjektiven Wort-Satz-Melange zum Thema "Rambo", Teil 2, als Nachfolger des Beitrags "statt Blumen...". In diesem Beitrag geht es weiterhin um die Rezeption der Kunstfigur Rambo und die Rezeption des Films.In del.icio.us(rechte Sidebar) ergänzend einige Artikel direkt hinterlegt.

I The beginning

1982-“first blood” : “Als ihn ein Kleinstadtsheriff in die Enge drängt, brennen dem Ex-Green Beret die Sicherungen durch. Rambo verschanzt sich in den Wäldern und liefert der repressiven Staatsmacht einen erbitterten Kampf.” Fuchs von fm4 fasst für Langzeit-Vergessliche hintergründig die Trilogie zusammen.

II Rambo=

amerikanischer Action-Held? Rambo ist der härteste aller Action-Helden. Mit Maschinengewehr oder Kampfmesser metzelt die Kampfmaschine mit bulligem Oberkörper seit 1982 das Böse nieder.“(pro)

– oder Antiheld? “..denn dieser Vietnamveteran namens John Rambo bewegt sich haarscharf am Rande einer Psychose. Wie so viele Kriegsheimkehrer fühlt er sich unerwünscht im eigenen Land, verspottet, ausgestoßen. “(fm4). Seine Heimat wusste “nichts mit ihm anzufangen , und so setzte er sich auf die einzige Art und Weise zur Wehr,die er kannte: mit den Mitteln des Krieges.”(critic)

Die Frage nach dem Gesundheitszustand amerikanischer Kriegsveteranen ist auf jeden Fall neu entfacht. “What happens to mental health care of Vets?” fragt The American Prospect, und stellt aktuelle wissenshaftliche Untersuchungen vor, nach denen die Selbstmord-Rate in Amerika sehr hoch ist.

– oder “kulturpolitische Frontsau”?

Beeindruckte Rambo im ersten Teil noch als von seinen Albträumen geplagter Vietnam-Veteran, so degenerierte er in der Folgezeit zur kulturpolitischen Frontsau der Reagan-Ära.”, “vom getriebenden Vietnamveteranen zum waschechten Reagonomic mit Panzerkörper.“(Hamburger Abendblatt)

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II Rambo 2008

a) christliche Freude enttäuscht Radio Vatikan, verkündete am 02.03.07 frohlockend: “Der vierte Teil des Action-Films „Rambo“ soll ein christlicher Film werden. Das kündigte Action-Star Sylvester Stallone jetzt an. Stallone werde in dem Film, der Anfang nächsten Jahres ins Kino kommt, die Hauptrolle spielen. Als „John Rambo“ begleitet er Christen auf Missionsreise in ein fremdes Land und wird am Ende, beeindruckt von der Lehre Gottes, selber zum Christen. Der Hollywood-Star Stallone war Ende der neunziger Jahre wieder in die katholische Kirche eingetreten. Seitdem versucht er, seine Filme christlich zu prägen.”

Drei Monate später traut das katholische Magazin pro seinen Augen nicht, und fragt irritiert: In tödlicher Mission oder missionarisches Töten?” und weiter
“Rambo ist der Inbegriff des Ballermanns…., mit nacktem Oberkörper, der das Maschinengewehr sprechen lässt, wenn Worte aus irgendwelchen Gründen ausgegangen sind. Umso mehr hat es verwundert, als Sylvester Stallone im März letzten Jahres ankündigte, sein neuer Streifen werde christliche Töne anschlagen.”

Oberflächlicher “christlicher “Handlungsstrang: Rambo hilft christlichen Missionaren, die auf dem Weg sind ihren Glaubensbrüdern und -schwestern, Medikamente und die Bibel zu bringen. Tiefere Symbolik- wohl eher nur alt-testamentarisch: Der alternde Held als “Schlangenjäger”, oder das “Auge um Auge-Prinzip”. Der Standard findet Kain und Abel:
“… religiöse Anklänge, wenn der pazifistische Missionar im Moment der Not doch zum Stein (!) greift und den Gegner erschlägt.”

b) Kollegen loben: Weltlich lobende Worte, für den Drehbuchschreiber, Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person aus anderem Munde: “Überschwänglich lobende Worte für Regisseure sind nichts Außergewöhnliches in Hollywood, doch in diesem Fall klingen sie nach. Stallone – der Organisator, der Motivator, der Strippenzieher. Kurze, bisweilen gar “brutale” Anweisungen als Regisseur. Und rücksichtsloser Umgang mit sich selbst als Darsteller.”(heftig)

c) Reycling

Reto Büchler, Tagesanzeiger mit den Veränderungen 2008 nach 20 Jahren Kultfigur: “Rambos legendäres Unterleibchen hat Ärmel bekommen, Silvester Stallone muss sich die Haare schwarz färben, und die weggesprengten Gliedmassen fliegen einem – dank den Fortschritten der digitalen Tricktechnik – noch etwas schneller um die Ohren.” Und? Der Rest ist Recycling. Als ob die Drehbuchautoren schon gestreikt hätten, setzt sich der Plot fast ausschliesslich aus Versatzstücken der bisherigen Rambofilme zusammen.”

 

d) tödlich!
236 Tote zählte die “Los Angeles Times”. Pro Minute sterben 2,6 Menschen, mehr als in in allen drei Vorgängern zusammengenommen. ” the blood-splattering follow-up to the classic 1980s trilogy”(The Australian). Zugeständnis: “Stallone wollte nach eigenem Bekenntnis das „Grausamste“ inszenieren”(filmdienst):

“Es fliegen die Körperfetzen in Großaufnahme, Kinder werden erschossen und Schädel gesprengt. Mag das Werbematerial zum Film auch noch so sehr betonen, die Effekte dienten dazu, „das Grauen des Krieges zu vermitteln“, so ist doch der emotionale Affekt nie mit dem kunstvollen Spezialeffekt deckungsgleich. John Rambo schwelgt in Strömen von Blut und weidet sich an der Gewalt.”(critic)

“Herumfliegende Gliedmaßen gehören zu den weniger krassen Elementen der abstoßenden, mit dem B-Movie-Plot verzahnten Drastik. Im hyperreal anmutenden Modus der Reihe wird nichts ausgelassen, was an Verknüpfung von Action und Bösem reaktionär erprobt ist. Der Feind ist gesichts- und zahllos, außerdem ultrasadistisch; plündernd, folternd und vergewaltigend. Er schreckt nicht vor grausamster Kindestötung zurück – ein Novum in Hollywood.”(junge Welt)

Herausgekommen, so Fuchs von fm4 ist “Ein groteskes (Kasperl-) Theater der Grausamkeit .., eine Parodie auf ‘Apocalypse Now’ und die ersten zwanzig Minuten von ‘Saving Private Ryan’, unter der Berücksichtigung von Pasolinis ‘Salò’. Mitten drin ein kosmetisch operierter 61-Jähriger mit Perücke, dessen Dialoge sich auf “Fuck the world!” beschränken.”

Dabei habe er künstlerisch “sehr hart daran gearbeitet” diese Brutalität darzustellen, soll Stallone in einem Pressegespräch gesagt haben.” (Augsburger Allgemeine).

Und die Aufregung um die Brutalität kann Stallone nicht verstehen: “Für so entsetzlich und blutrünstig wie ihr halte ich den Film nicht, weil es das ist, was Krieg ausmacht”(linieeins)
Das ist wohl so, denn “In nichts steckt der Mensch so viel Leidenschaft, Wissensdrang und Energie wie in die Vernichtung seiner selbst -sowohl im wirklichen Leben als auch auf der Kinoleinwand. Und wenn etwas zum sogar im Duden zu findenden Synonym des rücksichtslosen Tötungsdrangs geworden ist, dann ist es das Wort “Rambo”.(Hamburger Abendblatt)

rangun.jpg(Der Fluß und die Stadt Rangun, Satelitenbild der ESA, via gmx)

III das “Setting “- Burma

a) Drehort- Suche

Welchen Stellvertreterkrieg will sie(die Figur Rambo) heute, immerhin gut 20 Jahre nach Teil drei und einem kalten Krieg, der ohne Helden endete, noch führen?” Drehbuchautor Stallone entschied sich für Burma. Im letzten Jahr hatte er sich bei der Zeitung “Soldier of furtune”wie folgt erkundigt: Welche ist derzeit die kritischste Situation, in der Menschen anderen Menschen Unmenschliches antun? Wo auf der Welt gibt es sie? Die Antwort der Zeitung war Burma.(daburna berichtete). War das schon die Entscheidungsfindung?

Knapp drei Monate später.Die Frage nach dem Drehort an Sylvester Stallone. Dieser antwortet: “Rambo in den Irak zu schicken, wäre eine Beleidigung für jene Soldaten gewesen, die dort an der Front kämpfen. Zuerst wollte ich den Menschenhandel und die Drogengeschäfte in Mexiko thematisieren. Doch Burma gibt nur schon optisch mehr her. Und John Rambo ist ein Dschungel-Kämpfer.” (20min)

Reto Bühler mutmaßt einen anderen Grund, und denkt über den politischen Wert der Figur und das glanzlos gewordene Alter Ego nach, und argumentiert mittels hsitorischer Distanz: “ Sein heroischer Einsatz auf Seiten der afghanischen Mujahedin in Rambo III zum Beispiel – als proletarisches Alter Ego von Charlie Wilson sozusagen – hat seit dem 11. September 2001 etwas an Glanz verloren. Vielleicht zog es Stallone deshalb ins gottvergessene Burma statt in den Irak.” Was der Film optisch dort hergibt, beschreibt das Hamburger Abendblatt in einem Wort Hackepeter“.

b) Das Schicksal der Karen

Was Rambo in Burma suche, sei, War-Porn: Die Bilder sind erschreckend realistisch, aber spätestens, wenn der über 60-jährige Stallone am schweren MG Fleischsalat zubereitet, verpufft der Aha-Effekt, dass hier, nachdem der niedergeschlagene Aufstand burmesischer Mönche von den Bildschirmen verschwand, ein völlig vergessener Konflikt wieder ans Licht geholt wurde. ” (Hamburger Abendblatt)

Ins Zentrum des Hollywood-Scheinwerferlichts geholt wird der vielschichtige Konflikt stellvertretend auf dem Rücken der Karen, der christlichen Minderheit des Landes. Seit langem verfolgt, massengemordet. “”Gepeinigt im gelobten Land” titelte die Sueddeutsche.

Doch da die Hauptrolle beim “Held an sich” bleibt, werden die Karen zu den “Nebendarstellern Rambos” wie Inadaequat in ihrem Beitrag ausführt und die aktuelle Reaktionen auf den Filmund Situation im Land lesenswer zusammenfast.

“Kein Zweifel, daß dieser Krieg nicht zum augenzwinkernden Comic-Relief taugt, als das die »Rambo«-Vorgänger im kollektiven Gedächtnis sind.”(junge Welt).

IV das Ende des Films

In der fiktiven Handlung des Films wird am Ende alles wieder gut. Die durch die Junta entführten Missionare werden, dank dem Held gerettet, er kann sie wohlbehalten über die Grenze zurück bringen

“… doch hinter der Grenze, in Birma, bleibt alles wie gehabt. “(filmdienst)

Die Welt teilt sich wieder in Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Vorhang zu, Abspann.

Und auch himself hat genug, als der Film denn “endlich” im Kasten war, weiß heftig zu berichten:

“Das war’s. So etwas mache ich auf keinen Fall noch einmal. In meinem nächsten Film sitzen zwei Leute an einem Tisch und unterhalten sich.” Eine “brutale Erfahrung” sei der Dreh zu “John Rambo” gewesen, erinnert sich Stallone an die Arbeit in Nordvietnam. Temperaturen über 40 Grad, ein Set mitten im Dschungel. 165 verschiedene Schlangenarten. Davon 90 giftig. Stallones Worte an die Crew: “Wir erleben hier etwas ganz Besonderes. Wenn wir hier fertig sind, werden wir aufatmen, aber wir werden uns auch hierher zurücksehnen.”


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V in Deutschland: Zensur

Vor dem Start des Filmes in Deutschland ließ Warner verlauten, “dass John Rambo aufgrund massiver Schwierigkeiten bei der FSK nur in einer um ca. 1 Minute gekürzten Fassung in den Kinos laufen wird.”(Schnittberichte). Wer den unzensierten ungeschnitten Film sehen will, kann dies bei unseren alpinen Nachbarn in Österreich tun, rät Schnittberichte etwaigen enttäuschten Fans, denn “wie die österreichische Seite DVD-Forum.at durch Nachfrage bei einem Mitarbeiter von Warner Österreich in Erfahrung bringen konnte, wird John Rambo bei unseren deutschsprachigen Nachbarn vollkommen unzensiert im Kino laufen.”

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VI Fazit- wie immer im Leben

Seit 1982 “klafft eine große Kluft zwischen Kritikern und Fans. Die einen sprechen von “Gewaltobsession” und unmenschlicher Brutalität, die anderen lieben den für Gerechtigkeit kämpfenden Einzelgänger.“(Augsburger Allgemeine)

Der erhoffte Zuschauer-Boom blieb auch am zweiten Kino-Wochenende aus. “Rambo IV” sahen “230.000 Besucher in 399 deutschen Kinos…..Nicht schlecht, aber bei weitem nicht so erfolgreich wie Stallones zweites Alter Ego, Rocky Balboa. Die Rückkehr des Straßenboxers Rocky nach Jahren der Kinoabstinenz wollten 2007 am Startwochenende noch 406.927 Besucher sehen. “(Spiegel)

Die Seife zum Film, das Dschungel-Menü zum nachkochen, das Rambo-Püppchen als Schlüsselanhänger. Der Fankult boomt derweil wieder.Allein google findet 16.000 Links unter dem Begriff “Fanartikel”. Die Wirtschafts freuts und lockt frei nach dem Motto:

“Sei Amerikaner, spiele mit Xbox LIVE, gewinne mit Rambo!” (areagames)

VII das letzte Wort hat… – . Sylvester Stallone

a) über heimliches Rauchen

Stallone trifft sich wöchentlich mit Freund Arnold Schwarzenegger, samstags im Hotel…, um zu Rauchen: “Wir müssen uns in einem Hinterzimmer verstecken, weil man ja nirgendwo mehr rauchen darf in Los Angeles…” (presseportal)

b) jedes Date bei Frauen gewinnen “Ihr müsst den Frauen einfach nur klarmachen, dass wenn sie nicht mit euch ausgehen, ihr genau das verspeisen werdet, was sie am meisten lieben. Ob das jetzt ihr Hund oder ihr Vogel ist.”(Chart-King)

c) über charakterliche Veränderungen im Alter

Im Alter wird man “immer zynischer und hat plötzlich das Gefühl, alles besser zu wissen.”(20min)

d) über Wachstumshormone

“Testosteron ist für mich so wichtig für das Wohlgefühl, wenn man älter wird.Jeder über 40 wäre gut beraten, es auszuprobieren, weil es die Lebensqualität verbessert. Denken Sie an meine Worte. In zehn Jahren wird es über den Ladentisch gehandelt.”(Augsburger Allgemeine)

P.S.Nach Redaktionsschluß gefunden: ein Artikel in der Vanity Fair über den Film- unbedingt auch lesen, und Meinung bilden.Meinungen, Kritik und Kommentare, auch konträre, herzlich erwünscht!